Genre: Deutschrap, Indie-Pop
Jassin hat vor circa vier Jahren als „Gangsterrapper“ mit der Musik angefangen. Aber dieses Image passt heute so gar nicht mehr zu ihm. Denn für mich hat er sich zu einem der wenigen Männer in der deutschen Musik-Szene entwickelt...
12 Blown Tires
Künstler: Tennis
Genre: Alternative, Dream Pop, Surf Rock
Spiel, Satz und Sieg.
Die beiden Surf-Rock-Asse Alaina Moore und Patrick Riley, besser bekannt unter ihrem Bandnamen Tennis, legen nach knapp zwei Jahrzehnten Erfolgsgeschichte die Schläger…ähm Instrumente nieder.
Im vorletzten Song ihres letzten Albums, erklärt das musikalische Ehepaar aus Denver, Colorado, warum:
Sie haben schlichtweg alles gegeben. Vom rollenden Stein ist nur noch ein Staubhäufchen übrig, und es gibt keinen stürmischen Wind mehr in den Segeln des Bootes, auf dem ihre musikalische Reise vor 15 Jahren begann.
Sie sind, der eigens gewählten Metapher nach, im mühevoll gepflanzten Garten kollabiert. Auch für mich bricht damit, in gewisser Weise, eine Welt zusammen. In meinen Augen waren, und sind, Tennis, mit ihren infektiös klimpernden Gitarrenriffs, traumhaft dröhnenden Synthesizern und Moores engelsgleicher Stimme, in vergleichbaren Sphären zu verorten wie beispielsweise Beach House. So war ich gleichzeitig sehr und kaum überrascht, als ich herausfand, dass sich beide Bands zeitweise einen Schlagzeuger teilten.
Was nicht unerwähnt bleiben darf, ist Moores nahezu novellistische Lyrik, die mir mit ihrer philosophischen, ja fast schon therapeutischen Natur einige nachhaltige Offenbarungen beschert hat. Da ist es immerhin ein kleiner Trost, dass sie plant, auch abseits der Musik weiterhin zu schreiben. Generell ist Tennis nicht aus der Welt. Sie nehmen sich nur wohlverdiente Zeit, um das, was sie aufgebaut haben, genießen zu können und sich gleichzeitig neuen Aufgaben zu widmen.
Zurück auf Null. Oder, wie man im Tennis sagt: Love.





