Please Don’t Be Dead

Künstler: Fantastic Negrito

Genre: Blues, Rock, Soul

Geballte Wut und das Bestreben die Ketten der Gesellschaft niederzureißen wallen durch Fantastic Negritos neues Album Please Don’t Be Dead. Zorn, Groll, Bitternis, wie auch immer. Darüber, dass alles so ist wie es eben ist und dass manche über mehr Steine stolpern müssen als andere. In Please don’t be dead suhlt sich der Grammy-Gewinner in der Ungerechtigkeit und Ignoranz der Welt. Er tobt gegen Gleichgültigkeit und gehaltlose Schuldzuweisungen und schreit für mehr Akzeptanz.

Musikalisch vermittelt er das in einer unverwechselbar vielfältigen Mischung aus harten Blues Riffs, unordentlichen Groovestellen und Weltschmerz-Soul. Gospel-Chöre kämpfen gegen die Stummheit der Massen und für die, deren Stimmen sprachlos sind. Es gibt nichts, das nicht schon passiert ist. Und an dieser Stelle vertreibt ein dünner Lichtstrahl die Dämonen und Heimsuchungen des Künstlers: Es gibt so vieles das wieder passieren muss. Zugegebenermaßen: ein Stück weit ist das Album recht pathosgeladen. Aber hey: Pathos muss nicht immer gleichbedeutend sein mit übertriebenem Kitsch. Nach Schiller zeigt sich in ihm erst die menschliche Freiheit. Und so richtig frei kann man erst sein, wenn man seine selbsterrichteten Barrikaden einreißt.

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