Ich freue mich immer, wenn wir bei Kanal C die Möglichkeit haben, die Augsburger Musikszene zu unterstützen. Genau das durfte ich dieses Mal mit der lokalen Indie-Band Indigo Skies tun.
Die Band hat sich Zeit genommen...
Die „Critical Mass“-Bewegung will zeigen, dass Fahrradfahrer kein bloßes Verkehrshindernis sind! Der Felix war für uns in Augsburg vor Ort.
Ursprünglich kommt die Bewegung aus den USA. Fahrradfahrer werden im Straßenverkehr oft übersehen, missachtet oder gar angepöbelt. Dagegen gehen auch hier in Augsburg einige Leute vor – sie fahren im geschlossenen Verband durch die Stadt, um zu zeigen, dass Menschen auf Drahteseln den gleichen Stellenwert haben wie Autofahrer, LKW-Fahrer, Motorradfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Aktion zeigt Wirkung! Zum Jahr 2020 soll Augsburg zur Fahrradstadt ernannt werden. Schon heute ist der Anteil der Radfahrer am Verkehr mit 20% höher als in vielen anderen Städten.
Einen richtigen Organisator gibt es nicht; es gibt zwar eine Facebook-Seite und eine Webseite, aber ausdrücklich keinen Verantwortlichen. Es geht der Critical Mass darum, ein allgemein gültiges Statement zu setzen. Außerdem bewegen sich die Teilnehmer im absolut legalen Bereich. Die Bildung so eines geschlossenen Verbandes ist in der Straßenverkehrsordnung ausdrücklich erlaubt.
Deswegen muss die monatliche Aktion auch nicht wie eine normale Demo angemeldet werden. Die Route entscheidet sich auch immer spontan; derjenige, der vorausfährt, gibt hier den Ton an. Wenn ihr selbst teilnehmen wollt, kommt doch mal am letzten Freitag des Monats um 18:00 Uhr zum Rathausplatz. Danach gibt’s auch immer einen Umtrunk im Magic Mungo, einem Fahrradladen in Augsburg.
Gerade jetzt, wo Umweltschutz und Mobilität so im Trend liegen, ist das Fahrrad ein ungemein wichtiges Verkehrsmittel, allerdings eines, das gerne vergessen wird. Viele Fahrradwege sind sanierungsbedürftig oder allgemein schlecht gebaut, häufig gibt es auch gar keinen Fahrradweg. Es wird zwar schon angestrebt, eigene Fahrrad-Schnellstraßen zu bauen; solche Ideen stecken aber noch in den Kinderschuhen. Das Auto ist und bleibt das Verkehrsmittel Nummer 1 – es fragt sich, welches Signal das sendet, wenn Deutschland, einer der Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien, seine Luft in solchem Umfang mit Abgasen verpestet.
Bildquelle: flickr (bk3)

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