Ypsilon

Künstler: Yassin

Genre: Deutschrap

Zehn Jahre macht Yassin schon Musik mit seinem kongenialen Partner Audio88. Jetzt wagt er sich zum ersten Mal an ein Solo-Album mit dem Namen „Ypsilon“.

Und das unterscheidet sich vom Sound her eigentlich ziemlich stark von den Kollabo-Alben. Auf den Platten mit Audio88 hat Yassin immer ziemliche Hau-Drauf-Mucke gemacht. Die „Freude an der Häme“ haben sie ihren Stil genannt, den Audio88 auf seinem Solo-Album „Sternzeichen Hass“ aus dem vergangenen Jahr recht konsequent verfolgt. Yassins „Ypsilon“ kommt dagegen deutlich persönlicher daher.

Manche Songs sind klar autobiographisch („1985“), auf denen spricht Yassin etwa über seinen Werdegang als Rapper und seine starke Bindung zur Musik. Auf anderen Tracks gibt er ziemlich intime Einblicke in sein Inneres („Meteoriten“. Und zwei Mal wird es auch politisch („Abendland“, „Deutschland“). Dann setzt sich Yassin mit dem aktuellen politischen Klima in Deutschland auseinander. Für ihn als Deutschen mit algerischen Wurzeln gab es ja auch schon einmal bessere Zeiten hier.

Drei Feature-Gäste hat er im Gepäck: Audio88 ist natürlich auf einem Song dabei, genauso der Rapper Mädness. Und dann hat er noch eine ziemliche Musik-Größe am Start: Casper gibt sich auf einem Part die Ehre. Alle drei fügen sich perfekt in Stimmung und Stil des Albums ein.

Gerade weil Yassin auf der Platte bewusst mit seinem alten Stil bricht und Genregrenzen überschreitet, bleibt unterm Strich nur folgendes Fazit: Das Album macht einfach großen Spaß, wird mit Sicherheit seinen Platz in sämtlichen Jahrescharts finden – und ist völlig verdient unser Album der Woche.

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