Trautmann

Bert Trautmann war in den 1950er und 1960er-Jahren einer der besten Torhüter seiner Zeit. Grund genug für Regisseur Marcus Rosenmüller, sein Leben zu verfilmen.

Als Kriegsgefangener kam Trautmann (gespielt von David Kross) in ein britisches Gefangenenlager. Dort entdeckt ihn Fußballtrainer Jack Friar und holt ihn als Torhüter in seine Mannschaft. Später verpflichtet Manchester City ihn, er absolviert über 500 Spiele für die Citizens. Gleichzeitig muss er sich in Manchester aber auch mit seiner Vergangenheit als deutscher Soldat im Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen. Die Fans protestieren gegen den deutschen Torwart, der in ihren Augen nach wie vor ein Nazi ist. Dabei hat Trautmann auch mit seinem persönlichen Erfahrungen aus dem Krieg zu kämpfen.

In der Verarbeitung des komplizierten Themas Vergangenheitsbewältigung liegt die große Stärke des Films. Die erste Hälfte, in der Trautmann kitschig-vorhersehbar mit Friars Tochter Margret zusammenkommt, hätte der Film deshalb eigentlich nicht nötig. Trotzdem steht am Ende ein positives Fazit. Seine starke zweite Halbzeit macht Trautmann zu einem kurzweiligen, sehenswerten Film.

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