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Schnee im Sommer

Schnee im Sommer

Künstler: Mola

Genre: Indie-Pop

Diesmal haben wir in unserem Album der Woche fast ein Heimspiel. Es geht zur Sängerin Mola nach München. Sie hat ihr Debütalbum Schnee im Sommer releast und überzeugt darauf mit Kontrasten und Vielfältigkeit.

Alles ein bisschen düster, ein bisschen rau, ziemlich atmosphärisch und dadurch einfach richtig geil. So unkonkret, aber auch so treffend lässt sich der Sound von Schnee im Sommer zusammenfassen. Im Ohr bleibt dabei vor allem Molas rauchige Stimme.

Aber auch textlich hat die Münchnerin einiges zu bieten. Die Gesangstechnik ähnelt wohl am ehesten der der Sängerin Mine. Reimstrukturen und Metrik lassen sich nicht wirklich in die Pop-Schiene einordnen, oft ist ein Flow herauszuhören, den man eigentlich eher aus dem Rap kennt.

Thematisch gibt der Name des Albums auf mehreren Ebenen die Richtung vor. Schnee im Sommer ist für sich genommen schon ein Widerspruch, Kontraste und Widersprüche stehen auch in den Texten immer wieder im Vordergrund. Zusätzlich nimmt Mola immer wieder zu Drogen und Süchten, seien es toxische Substanzen oder zwischenmenschliche Anziehungskraft. Passend zum Schnee findet auch zwischenmenschliche Kälte ihren Platz, ebenso die innere Kälte, die eigenen Ängste und Sorgen.

Auch an die Lokalpatrioten unter uns ist gedacht. Einen klassischen Feelgood-Sommersong hat Mola zwar nicht zu bieten, dennoch gibt es Unterstützung aus Augsburg von absoluten Experten auf diesem Gebiet. Auf dem Song Vino Bianco geben sich Roy Bianco & die Abbrunzati Boys die Ehre. Darüber hinaus sind auf dem Album Fatoni und Hayiti als namhafte Featuregäste zu hören.

Mola hat bereits auf ihrem Debütalbum sowohl in textlicher, als auch in musikalischer Hinsicht ihren eigenen Style gefunden. Das macht Schnee im Sommer nicht nur zu einer äußerst hörenswerten Platte, sondern auch zu unserem Album der Woche.

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